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Die Zukunft des Messagings: Offene multifunktionale Plattformen

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Message in a bottle

Messaging-Apps wie Whatsapp, Line, KakaoTalk und WeChat werden weithin verwendet und genutzt. Ihnen fehlt es jedoch an Interoperabilität - was eine Voraussetzung ist, wenn eine solche App profitabel sein soll.


Messaging-Apps verfügen über mehr als vier Milliarden aktive Nutzer. Whatsapp, Kik, Line, Telegram und WeChat sind die am häufigsten verwendeten Apps dieser Art. Aufgrund der Tatsache, dass Messaging-Apps weitaus mehr Benutzer haben als alle anderen Social-Media-Apps, sind diese Apps bereit, die Grundlage für die Bildung multifunktionaler Plattformen und Ecosystems zu bilden.



eCommerce via Messaging-Apps


Heute fügen viele Betreiber von Messaging-Apps neue Funktionen hinzu, die das Einbinden von eCommerce ermöglichen. Durch diese neuen Funktionen ist es möglich, Firmenaccounts, Zahlungssysteme und Chat-Bots in die populären Apps zu integrieren. Auch das Einbinden und Versenden von Werbung wird so ermöglicht. Der Konkurrenzkampf in diesem Bereich hat erst begonnen - alle Betreiber entwickeln ständig neue Funktionen.


Auf dem "Mobile World Kongress" stimmten Google, Adobe, GupShup, Paypal und Sprint in der Ansicht überein, dass Chat-Apps einen gewissen Datenaustausch anstreben sollten. Matt Asay von Adobe sagte etwa: "In der Vergangenheit entwickelte jeder Apps. Überflüssige Apps. Heute lässt sich bei jeder Gelegenheit sagen 'Es gibt eine App dafür'. Das Problem besteht jedoch darin, dass zwischen den Apps kein Datenaustausch besteht. Chat-Bots müssen jedoch informiert werden, wenn ich mit einer bestimmten Marke interagiere".



Mehrzweck-Plattformen


Chat-Apps entwickeln sich zu Mehrzweck-Plattformen, die neben der reinen Kommunikation auch das Bezahlen, das Werben und andere geschäftliche Tätigkeiten ermöglichen. Die App WeChat ist der inoffizielle Spitzenreiter im Bereich der multifunktionalen Chat-Apps. Mit der App ist es möglich zu kommunizieren, Zahlungen zu tätigen, mit verschiedensten Marken und Firmen zu interagieren und sogar Reservierungen zu tätigen. Hierfür kooperiert WeChat mit separaten Hotel- und Restaurant-Apps.


Googles Direktor für "globale Produkt-Partnerschaften", Mitali Dahr, sieht diese Einbindung verschiedenster Funktionen als Ziel für die Zukunft. WeChat betrachtet er als positives Beispiel: "Es besteht das Verlangen, mehrere Funktionen auf einer einzigen Plattform abrufen zu können. Es ist jedoch noch ein langer Weg, bis dies umfassend möglich sein wird - vor allem in Anbetracht künstlicher Intelligenz. Das Chatten mit Chat-Bots unterscheidet sich erheblich vom Chatten mit einer anderen Person. Wir müssen uns selbst darauf ausrichten, mit solchen Bots zu kommunizieren. Und was ist, wenn ein Bot gefährlich oder bösartig ist?"



Wer würde Interoperabilität ablehnen?


Harper Reed von Paypal vertritt die Meinung, dass nicht nur Chat-Apps, sondern jeder im technischen Bereich an einer Interoperabilität interessiert ist: "Der Datenaustausch und das Nutzererlebnis werden durch diese Möglichkeit erheblich verbessert, was letztendlich die Einkünfte steigert. WhatsApp wäre niemals so groß geworden, wenn die Funktionen aufgeteilt gewesen wären. Wäre dies der Fall, wäre die bekannte Nutzungsumgebung schlicht nicht gegeben." Die Bedeutung des Chattens verändert sich und die Apps müssen zusammenarbeiten und Daten austauschen. Auch für die Nutzer bieten sich Vorteile: Das Nutzererlebnis wird verbessert, wenn Daten über die Interaktion mit Marken zwischen den verschiedenen Apps ausgetauscht werden. Durch das ermöglichen von Zahlungen und Geschäftstätigkeiten in den Apps entwickelt das Chatten sich zur Zukunft des Handels.


Ryan Sullivan von Sprint sieht einen kompletten Wandel der Messaging-Apps: "Vom simplen Text hinweg entwickeln die Apps sich zu Plattformen, die multifunktional sind. Interaktion mit Kunden, Werbung, diverse Zahlungsmöglichkeiten - all das wird in den multifunktionalen Plattformen möglich sein. Dafür wird jedoch Vertrauen seitens der Kunden benötigt. Dieses muss geschaffen werden." Beerud Sheth von GupShup ergänzt, dass Nutzer nicht etliche verschiedene Apps benutzen wollen: "Heute hat jeder eine App für Hotels, eine für Restaurants und eine für das Chatten. In der Zukunft wird dies nicht mehr der Fall sein. Stattdessen wird es eine multifunktionale Plattform geben, die all diese Funktionen übernimmt - von der Messaging-Apps aus werden all diese Dinge kontrolliert werden können." Er sieht die zukünftigen Messaging-Apps als eine nutzerfreundliche Technologie, die gerne benutzt werden wird.

Messaging über Social Media



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Über den Autor

Erik Eggens

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