Was ist Smishing und wie es verhindert werden kann?

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Nach der letzten Weihnachtszeit und aufgrund des rasanten Anstiegs des Mobile Banking steht Smishing, also Phishing per SMS wieder im Licht der Öffentlichkeit. Aber was genau ist Smishing und – noch wichtiger – wie kann es verhindert werden?


Welche Informationen werden per SMS zur Verfügung gestellt und welche nicht?

Es ist zunächst einmal so gut wie unmöglich, dass Ihnen Ihre Bank eine SMS mit einem Link zum Einloggen für Online- und Mobile-Banking sendet. Banken übermitteln beispielsweise Telefonnummern per SMS und sperren Ihre Kreditkarte, wenn auf Ihrem Konto verdächtige Transaktionen stattfinden. Sie bitten Sie allerdings nicht, sich über einen Link einzuloggen. In jedem Fall ist es sinnvoll, eine zusätzliche Sicherheitsebene für Ihr Online-Konto zu installieren, z. B. mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).


Betrug im Vereinigten Königreich

Die britische Bank Barclays hat Online-Betrug im Vereinigten Königreich untersucht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Online-Betrugsfälle in der kommenden Zeit einen neuen Rekord erreichen könnte. Die Kombination aus der gesteigerten Nutzung von Mobile Banking und dem Shopping-Wahnsinn im Internet machen Smishing zu einem ernst zu nehmenden Faktor im Online-Betrug.


Die bekannte Phishing-E-Mail

Jeder kennt heute Phishing-E-Mails, die Sie dazu verleiten sollen, sich bei dem Online-Portal einer Bank einzuloggen. Der ahnungslose Kunde gibt die Log-in-Daten seiner Bank auf dem betrügerischen Portal ein, wonach die Internetbetrüger den Log-in-Namen und das Passwort erhalten und das Bankkonto ausrauben.


Smishing, die unbekannte Phishing-Schwester

Das gleiche Verfahren ist auch per SMS möglich. Die Absender-ID für SMS-Nachrichten kann so verändert werden, dass es aussieht, als käme die SMS-Nachricht von der Bank. Doch tatsächlich kommt sie von einer fremden Person. Der Link zu einem betrügerischen Online-Portal in der Nachricht funktioniert genau wie der Link in einer Phishing-Nachricht, nur über dein Mobiltelefon. Smishing gelingt auch, wenn Betrüger eine Telefonnummer in der Nachricht senden. Wenn das Opfer die Nummer anruft und vertrauliche Informationen angibt, kann dies auch eine Menge Geld kosten.


Benutzeraccount nach Smishing geplündert

Ein Bewohner der Insel Guernsey verlor kurzzeitig über 37.000 Euro, als er die Nummer anrief, die Betrüger in einer SMS verschickten. Das Opfer dachte, dass die SMS von seiner Bank kam. Er rief die Nummer an, gab vertrauliche Informationen preis und sein Bankkonto wurde geplündert. Der Mann erhielt sein ganzes Geld zurück, doch dieser Fall zeigt, dass Smishing das gleiche Betrugsrisiko birgt wie Phishing. Smishing ist eventuell noch gefährlicher, weil es eine weniger bekannte Betrugsmethode ist. Dennoch gibt es seit diesem Jahr mehr Suchanfragen zu Smishing, was darauf hindeutet, dass das Phänomen unter Onlinebetrügern immer beliebter wird.


Einige Tipps, um Betrug durch Smishing zu verhindern:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Online-(Banking-)Umgebung über eine zusätzliche Sicherheitsstufe verfügt (2FA).
  • Seien Sie immer vorsichtig mit Links und Telefonnummern in Textnachrichten.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Bank ungewöhnliche Transaktionen meldet.
  • Geben Sie niemals Kreditkartendetails, Benutzernamen und Passwörter heraus.
  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall sofort an Ihre Bank.
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